Chronik Bergbahnen Wagrain

„…und Unmengen Schnee...

..im langen Winter. Das ist die Zeit, in der die jungen Burschen eine seltsame Verwandlung durchmachen. Sie werden zu Halbgöttern in der Kunst, fremden Gästen das beizubringen, was sie selber schon auf Kindsbeinen konnten, nämlich Skilaufen.“ (Karl Heinrich Waggerl, aus „Wagrainer Bilderbuch“)

Wie alles begann...

Mit dem verheerenden Marktbrand 1927 begann in Wagrain die Pionierzeit des Fremdenverkehrs. Beinahe der ganze Ort fiel dem Großbrand zum Opfer – Armut breitete sich aus. Doch die Wagrainer spielten in dieser Zeit wohl ihren wichtigsten Trumpf aus: die typische Waggerl-Mentalität: „Da muaß was geschehn“
1928 kam es zur Gründung vom Wintersportverein Wagrain mit der die Gründung des Fremdenverkehrsverbandes Wagrain einherging. Karl Heinrich Waggerl war für die   Werbung zuständig; mit seinen gekonnten Schilderungen gelang es ihm, so manchen Gast anzulocken.
In den 30er Jahren wurden Schirennen vom Wagrainerhaus bis zum Marktplatz Wagrain durchgeführt. Sieger war der, der auf der von ihm selbst gewählten Route am schnellsten im Ort ankam. Die erste Bergunterkunft für Schifahrer überhaupt war die Kogelalm. 1931 eröffnete das Wagrainerhaus – eine für diese Zeit moderne sogar schon mit Zentralheizung ausgestattete, Unterkunft, die neben der ansteigenden Zahl von Wintertouristen sogar die österreichische Nationalmannschaft mit Bubi Bradl zum Training für die Olympiade in Gramisch-Partenkirchen (1936) anlockte.
Die 1000-Mark-Sperre bremste die Entwicklung des Fremdenverkehrs in Wagrain natürlich erheblich, doch man versuchte durch internationale Werbung aus dem Dilemma herauszukommen. Trotz alledem gab es bereits gute Verdienstmöglichkeiten im Tourismus für die Einheimischen. So wurde beispielsweise das Tragen von Gepäck zum Wagrainerhaus eine lukrative Möglichkeit für kräftige Burschen Geld zu verdienen.
 
Während des Zweiten Weltkriegs trat der Fremdenverkehr natürlich in den Hintergrund, ging dennoch in bescheidenem Ausmaß weiter.
Nach dem Krieg herrschte allgemeine Aufbruchstimmung.

Das Geburtsjahr der Bergbahnen ist mit 1947 datiert, als die Berglift Wagrain Ges.m.b.H gegründet wurde. Der erste Lift, der „Berglift“ vom Kirchboden zum Nazbauer – ein Einersessellift auf Holzstützen mit einer Förderkapazität von 180 Personen pro Stunde – wurde am 20. Februar 1949 eröffnet.
 

Aufwärts geht's

Weitere Investitionen folgten, welche in den späten 50er Jahren zur Gründung der Höllenstein-Liftgesellschaft führte. Als erste Anlage errichtete die Gesellschaft den Höllsteinlift am Grafenberg.

1963 nach der Übernahme der Geschäftsführung der Berglifte GmbH durch Rupert Baumann, setzte ein wahrer Erschließungsboom ein. Mit der Errichtung des Einersesselliftes zum Hahnbalzköpfels und dem Muldenlift wurde liftmäßig Revolutionäres geleistet.

Mit den Fusionierungen Berglift GmbH und Grießkarecklift AG einerseits und Grießkarecklift AG und Höllensteinlift zur Bergbahnen AG wurden die Weichen für die Zukunft gestellt. Doppelsesselbahn und Schleppliftanlage Grafenberg konnten zu Weihnachten 1971 eröffnet werden. Die erste Schischaukel des Landes Salzburgs -gemeinsam mit Flachau- entstand 1973. Das “Schischaukeln” wurde durch den Bau der Doppelsesselbahn Grießkareck wesentlich attraktiver.

Die Erweiterung des Skigebietes Grafenberg durch Errichtung der Sonntagskogel- und Hachaulifte (1975) und Liftbauten in St. Johann führten zur Verbindung dieser beiden Skigebiete und 1978 schließlich zum Tarifverbund Flachau-Wagrain-St. Johann –die erste 3-Täler-Skischaukel Österreichs.

Der Bau der Tauernautobahn, die Schneesicherheit und die langen Abfahrten forcierte 1979 die Errichtung der Wagrainer-Höhe-Bahnen. Vom Tal weg wurde eine Doppelsesselbahn und vom Daarmoos die damals längste Dreiersesselbahn Österreichs in Betrieb genommen.

Bereits ein Jahr später befasste sich die Bergbahn AG Wagrain mit dem Projekt Kabinenbahn Grafenberg, das fünf Jahre später realisiert wurde. Im Sommer 1988 wurde ein weiterer Meilenstein mit der Gründung des Tarif- und Werbeverbundes „Salzburger Sportwelt Amadé gesetzt. Die Sportwelt Amadé umfasst die Skigebiete der Orte Altenmarkt/Zauchensee, Eben, Filzmoos, Flachau, Kleinarl, Radstadt, St. Johann und Wagrain.
Im gleichen Jahr wurde in Wagrain mit der Kabinenbahn Grießkareck II die zweite Gondelbahn errichtet und die technische Erneuerung des Skigebietes eingeleitet.

Das Zeitalter der maschinellen Beschneiung ist nicht zu stoppen

Die Jahre ab 1990 waren bei der Bergbahnen AG Wagrain geprägt durch Investitionen in moderne maschinelle Beschneiungsanlagen zur Sicherstellung des uneingeschränkten Skibetriebes
1990/91 6,5 km Versorgungsleitungen mit Haupt- und Zwischenpumpstation, sowie 12 Schneekanonen wurden installiert
1992 Bau Bürogebäude bei der Talstation Grafenberg
1993 Bau der ersten Teilstrecke der Grießkareckbahn – kompletten Neugestaltung der Kabinen und der Umbenennung in „Flying Mozart“
1996 wurde das Skigebiet Wagrainer Mulde modernisiert und die Pendelbahn „Kogelalmbahn“ sowie die 4er-Sesselbahn „Top Liner“ zum höchsten Punkt des Skigebietes auf 2.000 m neu errichtet
1996 Bau des „Rupertisees“, der im Sommer als Ausflugsziel und im Winter als Wasserspeicher für die maschinelle Pistenbeschneiung dient
1999 erfolgte die seilbahntechnische Erneuerung der Wagrainer Höhebahnen, wobei die beiden Sesselbahnen durch eine 8er-Gondelbahn ersetzt wurden

 

Zusammenschlüsse und Modernisierung

2001 Die Grafenbergschlepplifte werden durch den Grafenberg Express – 6er Sessellift ersetzt
2001/02 Erste Saison im Skiverbund amadé
2002 Der Schlepplift Sonntagskogel I und II  werden durch eine 6er und eine 4er Sesselbahn ersetzt
2002 Erweiterung der Schneeanlage und Errichtung des Speicherteichs bei der Mittelstation der Roten 8er Gondel: Daarmoossee
2003/04  1. Saison  der Kinder Schi Welt Wagrain
2004 Errichtung des Speicherteiches am Grafenberg, Ausbau der Leitungen für möglichst flächendeckende Beschneiung.
2005 Lawinenverbauung im Sonntagskogelgebiet, Abfahrsverbesserung beim Kogelalmsteilhang
2006  
2007 Im Jahre 2007 setzte die Bergbahnen AG Wagrain neue Maßstäbe in Sachen Komfort: Alle 6er-Sesselbahnen wurden mit Sitzheizung ausgestattet und zudem wurden die Schleppliftanlagen Hachau mit einer kuppelbaren 6er-Sesselbahn ersetzt.
WAGRAINi's Grafenberg und der Bikepark Wagrain eröffnen
2008 Zweite Pumpstation am Daarmoossee - Komplette Sanierung der Gondeln der Grafenbergbahn
2009 Bau des Grafenberg Express I als Unterstützung der bestehenden Grafenbergbahn. Das Gebäude am Grafenberg wird umgebaut und ein neues Servicecenter errichtet.
Die Kinderschiwelt wird zu WAGRAINi's Winterwelt. Der Kids' Beginners Park wird erstmalig errichtet.
 

2010

 

 

2012/13

Neues Pistenleitsystem wird eingerichtet und der Grafenbergparkplatz saniert. Verbauung und Absicherung der neuen "Giftabfahrt" am Grießenkareck.
 

Bau der Pendelbahn G-LINK Wagrain. Verbindungsbahn zwischen Grießenkareck und Grafenberg. www.g-link.at

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